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Betriebliche Kinderbetreuung aktuell09.02.2010

Betriebliche Kinderbetreuung: „Wir profitieren mehrfach“

Seit 40 Jahren hat Schwäbisch Hall eine eigene Kindertagesstätte – und seit einem halben Jahr auch Krippenplätze für Ein- bis Dreijährige. Welche Vorteile die Bausparkasse durch das betriebliche Kinderbetreuungsangebot hat und wie sie diese nutzt, erklärt Jürgen Ley, Abteilungsleiter Personalservice und -systeme bei Schwäbisch Hall, im Interview.

Das Unternehmen Schwäbisch Hall setzt bereits seit 40 Jahren auf betriebliche Kinderbetreuung. Wie kam es dazu?

Damals waren das ähnliche Gründe wie heute. Schwäbisch Hall ist im ersten Moment nicht so attraktiv wie andere Großstädte. Wir stehen mit anderen Großbanken in Frankfurt oder Stuttgart schon immer im Wettbewerb um qualifizierte Beschäftigte. Deshalb müssen wir mehr bieten. Aktuell haben wir am Unternehmenssitz in Schwäbisch Hall 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 60 Prozent davon sind Frauen. Die Krippenplätze, die wir vergangenes Jahr mit Hilfe des Förderprogramms Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung zusätzlich zu den Kitaplätzen geschaffen haben, sind bereits alle belegt.

Wie profitiert die Bausparkasse Schwäbisch Hall als Arbeitgeber von der eigenen Kita?

Wir profitieren mehrfach von unserem betrieblichen Kinderbetreuungsangebot: Wir werden als potenzieller Arbeitgeber positiver wahrgenommen und gewinnen an Attraktivität. Gleichzeitig können unsere Beschäftigten nach der Geburt ihres Kindes wieder früher in den Beruf einsteigen. Dadurch sind Wissensverfall und Wiedereingliederungskosten für das Unternehmen geringer. Also, ein handfester betriebswirtschaftlicher Vorteil. Dazu kommt der Imagegewinn bei unseren Kunden – denn das sind hauptsächlich Familien.

Ist die eigene Betriebskita ein Thema in Stellenausschreibungen und bei Bewerbungsgesprächen?

In Stellenausschreibungen und auf unserer Internetseite werben wir mit dem gesamten Paket unserer familienbewussten Bausteine. Da wir wissen, dass das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei der relevanten Zielgruppe eine wichtige Rolle spielt, sprechen wir es natürlich auch in Bewerbungsgesprächen an.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Förderprogramm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung gemacht?

Die Antragsstellung lief sehr gut und flüssig. Nach der Eingangsbestätigung durch die Servicestelle dauerte es nur sechs Wochen, bis die Bewilligung kam. Das Förderprogramm hat uns die Entscheidung, eine Krippengruppe zu eröffnen, erleichtert. Denn natürlich spielen die Kosten auch immer eine Rolle und diese sind durch die Förderung für das Unternehmen geringer.

Welche Tipps würden Sie Unternehmen geben?

Wir hatten natürlich einen gewissen Vorsprung und Erfahrung mit betrieblicher Kinderbetreuung. Unternehmen, die das nicht haben, empfehle ich Kooperationen mit anderen Unternehmen, Trägern, aber auch der jeweiligen Kommune zu prüfen.

Link zu Förderporträt: http://www.erfolgsfaktor-familie.de/default.asp?id=318&pid=338

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